BA "Frühkindliche und Elementarbildung - FELBI"

Die Anforderungen an pädagogische Fachkräfte im frühkindlichen und Elementarbereich sind u. a. mit dem Wandel von Krippen und Kindergärten zu Bildungseinrichtungen vielfältiger und anspruchsvoller geworden. Kindheitspädagogen*innen sollen zu einer wissenschaftlich fundierten Bildungsarbeit befähigt werden, um Entwicklungs- und Lernprozesse von Kindern zu unterstützen, gegebenenfalls zu fördern und Chancengleichheit zu sichern.

 

Ziel des Bachelor-Studiengangs „Frühkindliche und Elementarbildung“ ist die Entwicklung beruflicher Handlungskompetenzen, um Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsaufgaben wissenschaftlich fundiert und zielgerichtet in der Arbeit mit Kindern im Altersbereich von 0 bis 10 Jahren umzusetzen.

 

Qualifikationen

  • Bildung und Förderung in den Bildungsfeldern des frühkindlichen und Elementarbereiches (musikalische, ästhetisch-künstlerisch-kreative, naturwissenschaftliche, bewegungs- und medienorientierte Bildung sowie übergeordnet sprachliche und mathematische Fähigkeiten)
  • Entwicklungsdiagnostik und Dokumentation
  • Wissenschaftlich fundiertes Arbeiten und Qualitätsmanagement
  • Umgang mit Unterschiedlichkeit/Diversität (Interkulturalität, Interreligiosität, Mehrsprachigkeit, Inklusion, Gender)
  • Beratung, Elternarbeit, Leitungskompetenz
  • professionelle Responsivität und Reflexion der eigenen Arbeit

 

Inhalte des Studiums / Module

Der Studiengang FELBI beinhaltet 13 Module, von denen ein Modul (Bildungsfelder Profilwahl - BIP) als vertiefendes Wahlmodul gestaltet ist. Die Module sind so angeordnet, dass in jedem Semester Lehrveranstaltungen im Umfang von 30 Leistungspunkten (LP) vorgesehen sind. Einzelne Module erstrecken sich, insbesondere in der ersten Hälfte des Studiums über bis zu drei Studiensemester.

 

  • Kindliche Entwicklung (KEN)
  • Bildungsprozesse (BILD)
  • Wissenschaftliches Arbeiten, diagnostische und methodische Grundlagen (WIA)
  • Bachelorarbeit (BARB)
  • Bildungsfelder (BIF)
  • Bildungsfelder Profilwahl (BIP)
  • Spiel, Mathematik, Medine und Sprache (SMS)
  • Philosophie und Religion als kulturelle Grundlagen (PHIR)
  • Alltagsgestaltung und Prävention (ALP)
  • Förderung und Intervention (FIN)
  • Management, Beratung und Kooperation (MAB)
  • Praxismodul (PRAX)
  • Professionalisierung (PRO) – Transfer Studium/Praxis

 

Ein Studienschwerpunkt liegt auf der frühkindlichen Bildung und Förderung (0 bis 3 Jahre) sowie dem engen Zusammenspiel von Theorie und Praxis. Durch praktische Tätigkeiten in Einrichtungen des Früh- und Elementarbereichs (3 Blockpraktika und 4 Tagespraktika), eng verwoben mit vorbereitenden und begleitenden Lehrveranstaltungen (PRO - Professionalisierung), wird die Erprobung, Erweiterung, Festigung und Vertiefung beruflicher Handlungskompetenzen ermöglicht.

 

Praxisanteile und Praxisphasen
Die Praxisanteile des Studiums organisieren sich in Blockpraktika und Tagespraktika. Das Studium beinhaltet ein Praxismodul (PRAX) mit sieben Praktika in einem Umfang von insgesamt 510 Stunden:

 

  • Blockpraktikum 1 (PRAX B1, nach dem 1. Semester, 90 Stunden), Bildungsprozesse in Musik, Bewegung und Spiel
  • Tagespraktikum 1 (PRAX T1, im 2. Semester, 60 Stunden), Bildung im Bereich Naturwissenschaften, ästhetisch-künstlerische und kreative Bildung;Sprache und Literalität als Schlüsselkompetenz
  • Blockpraktikum 2 (PRAX B2, nach dem 2. oder 3. Semester, 90 Stunden), Wahrnehmung und Kognition; Forschungsmethoden
  • Tagespraktikum 2 (PRAX T2, im 3. Semester, 60 Stunden), Bildung und Förderung mathematischer Fähigkeiten; Praxis der Medienpädagogik
  • Tagespraktikum 3 (PRAX T3, im 4. Semester, 60 Stunden), Arbeiten mit Kindern im gewählten Bildungsfeld (BIP)
  • Blockpraktikum 3 (PRAX B3, nach dem 4. Semester, 90 Stunden), Auslandpraktikum/Erweiterung des Berufsfeldes
  • Tagespraktikum 4 (PRAX T4, im 5. Semester, 60 Stunden), Arbeiten mit Kindern im gewählten Bildungsfeld und Elterngespräche

 

Abschluss und Berufsperspektiven

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Bachelor-Studiengangs wird die Berufsbezeichnung „staatlich anerkannte*r Kindheitspädagoge*in“ verliehen. Kindheitspädagogen*innen sind in Institutionen tätig, die Kindern von Geburt an bis etwa zehn Jahre Bildungsangebote unterbreiten, z.B. in Krippen, Kindertagesstätten, Bildungshäusern, Familienzentren sowie bei der Schulbetreuung (Horte). Kindheitspädagogen*innen sind insbesondere für leitende Funktionen qualifiziert. Des Weiteren können sie in der Frühförderung und in Sozial-Pädiatrischen Zentren tätig werden, aber auch in Kinder- und Jugendämtern sowie bei Trägern von Krippen und Kindertageseinrichtungen.

 

Weiterqualifizierung

Eine Weiterqualifizierung ist durch Master-Studiengänge, z.B. den Master Bildungswissenschaften - Profil Frühkindliche und Elementarbildung plus an der PH Heidelberg, möglich. Es stehen dann auch Tätigkeiten in Wissenschaft und Forschung sowie die Promotion offen. Außerdem ist eine Weiterorientierung zum Grundschullehramt möglich.

 

Studienplätze

Für den Studiengang stehen jährlich 72 Plätze zur Verfügung. Die Aufnahme findet einmal im Jahr (zum Wintersemester) statt.

 

Zulassungsvoraussetzungen

Zulassungsvoraussetzungen sind allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Besonders befähigte Berufstätige mit Berufsausbildung, umfangreicher Weiterbildung und mindestens vier Jahren Berufspraxis.

 

Fristen
Für Bewerbungen und Fragen rund um die Bewerbung ist das Studienbüro der Pädagogischen Hochschule zuständig.

 

 

 

Studiengangleitung

Prof. Dr. Jeanette Roos

 

 

Geschäftsführung
Dipl. Psych. Margareta Heck

 

 

Leitung Praxisbüro

Dr. Stephen Frank

 

 

Weitere Informationen

http://www.ph-heidelberg.de/felbi/felbi-kurzprofil.html

 

Den Flyer zum Bachelor-Studiengang FELBI finden Sie hier.

 

 

Bewerbungen sind zu richten an:

 

Pädagogische Hochschule Heidelberg

Studienbüro

Keplerstraße 87

D-69120 Heidelberg

Tel.: +49 6211 477-555 (Hotline)

E-Mail: studisek@vw.ph-heidelberg.de